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Das Buch vom Es
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"LIEBE FREUNDIN, SIE WÜNSCHEN, DASS ICH IHNEN SCHREIBE,nichts Persönliches, keinen Klatsch, keine Redensarten, sondern ernst, belehrend, womöglich wissenschaftlich. Das ist schlimm.Was habe ich Armer mit Wissenschaft zu tun? Das bißchen, was man als praktischer Arzt nötig hat, kann ich Ihnen doch nicht vorführen, sonst sehen Sie, wie löchrig das Hemd ist, das unsereiner unter dem Staatsgewande der Approbation als Arzt trägt. Aber vielleicht ist Ihnen mit der Erzählung gedient, warum ich Arzt wurde und wie ich zu der Abneigung gegen das Wissen gekommen bin.Ich besinne mich nicht, daß ich als Knabe besondere Neigung für das Arztsein gehabt habe, vor allem weiß ich bestimmt, daß ich nie, auch später nicht, mit diesem Beruf menschenfreundliche Gefühle verbunden hätte , und wenn ich midi, was wohl geschehen st, mit solchen edlen Worten zierte, so verzeihe mir ein mildes Gericht mein Lügen. Arzt wurde ich, weil mein Vater es war. Er hatte all meinen Brüdern verboten, diese Laufbahn einzuschlagen, vermutlich weil er sich und andern gern einreden wollte, seine finanziellen Schwierigkeiten seien durch die schlechte Bezahlung des Arztes bedingt, was durchaus nicht der Fall war, da er bei alt und jung als ein guter Arzt gerühmt und dementsprechend entlohnt wurde. Aber er liebte es, wie sein Sohn auch und wie wohl ein jeder, nach außen zu blicken, wenn er wußte, daß in ihm selber etwas nicht stimmte." [...]Wunderbares Werk des deutschen Arzt, Schriftsteller und Wegbereiter der Psychosomatik Georg Groddeck.Der Verlag der Wissenschaften verlegt historische Literatur bekannter und unbekannter wissenschaftlicher Autoren. Dem interessierten Leser werden so teilweise längst nicht mehr verlegte Werke wieder zugängig gemacht.Das vorliegende Buch ist ein unveränderter Nachdruck der historischen Originalausgabe der dritten Auflage von 1934.

Anbieter: Dodax
Stand: 22.01.2021
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Verwobene Lebenswege
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Wer inspiriert wen? Wer beeinflusst wen? Rachel Cohens fulminanter Gang durch ein Jahrhundert amerikanischer Kulturgeschichte:Gertrude Stein/William James - Edward Steichen/Alfred Stieglitz - Joseph Cornell/Marcel Duchamp: 36 solcher Paare fasst Rachel Cohen in ihrer äußerst unterhaltsamen, immer wieder überraschenden Chronik amerikanischer Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte ins Auge. Stets interessiert sie die Frage: Was hat der eine dem anderen gegeben? Was lernte Richard Avedon von John Cage? Was Letzterer von Duchamp?So folgt die Autorin in mehr als hundert Jahren amerikanischer Geschichte einer langen, oft wundersamen Kette von Beziehungen. Ob es um intensive Freundschaften wie zwischen Elizabeth Bishop und Marianne Moore geht oder um zufällige Begegnungen in einer Redaktion oder an der Bar: Überall werden Verhältnisse sichtbar, die von einem regen geistigen Austausch bestimmt waren. Viele der behandelten Personen, auch hierzulande berühmt, enthüllen unerwartete Seiten. Der Komiker Charlie Chaplin etwa fand es gar nicht lustig, als ihn beim Dreh eine Katze mit ihren Krallen streifte und beförderte das Tier ins Jenseits, Edward Steichen fuhr mit seinem Ford Roadster vorzugsweise in seinem New Yorker Studio vor.Entstanden ist so eine ganz andere Geschichte, als sie sonst über Amerika erzählt wird. Eine Geschichte, die Bekanntschaften und Freundschaften ins Auge fasst, eine Geschichte, die sehr menschliche Züge zeigt. Der Fokus liegt hier auf gegenseitigen Impulsen und Transfer, statt auf der Leistung des heroischen Einzelkämpfers in Kultur- oder Kunstdingen.Rachel Cohen schreibt lebendig und kurzweilig, mischt Fiktives auf ingeniöse Weise mit historischen Tatsachen. Ihr Buch, das zahlreiche Porträtaufnahmen enthält, ist in der angelsächsischen Presse in herausragendem Maße gelobt worden. Höchste Zeit, dieses Buch auf Deutsch verfügbar zu machen.Ausgezeichnet mit dem PEN / Jerard Fund AwardZur Autorin:Rachel Cohen schreibt regelmäßig für The New Yorker, The New York Times, London Review of Books, The Guardian, Apollo, The Nation, Art in America und andere Magazine. Verwobene Lebenswege ist ihr erstes Buch, es wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Sie lebt in Chicago und unterrichtet Creative Writing an der dortigen Universität."Ungewöhnlich und wunderschön! Cohens Porträts sind subtil, intim und überzeugend. Verwobene Lebenswege ist nicht nur ein bedeutendes Buch über hundert Jahre amerikanischer Kulturgeschichte, sondern bietet auch fesselnde Unterhaltung!" John Banville, THE GUARDIAN"Ein vortrefflich durchkomponiertes Kunstwerk. Nahezu genial!" THE NEW YORK OBSERVER"Das originellste kulturgeschichtliche Werk der letzten Jahre!" Diane McWhorther"Originell, mustergültig!" THE NEW YORKER"Ein Meisterwerk. Ungemein vielfältig und ausgewogen!" THE ECONOMIST"Ein fabelhaftes Buch, dessen Anekdoten, Literaturverstand und Klatsch den Leser elektrisieren. Cohens Stil ist von einer seltenen Anmut. Zu diesem äußerst bemerkenswerten und ansprechenden Buch kehrt man immer wieder zurück." Robert Pinsky"Clever konzipiert und sehr sorgfältig geschrieben, frisch, unerwartet, vielversprechend!" THE NEW REPUBLIC"Absolut mitreißend. Ein überaus sachkundiger und unterhaltsamer Ausflug in die amerikanische Kulturgeschichte. Cohen schreibt wunderschön: klar, bestimmt, kompetent und kenntnisreich." HARVARD MAGAZINE"Verwobene Lebenswege ist eine Glanzleistung der Literaturgeschichtsschreibung. Sie fußt auf beachtlicher Belesenheit, ohne dass diese in den Vordergrund tritt. Heutzutage, da so viele Forschungsarbeiten der Mumifizierung ihrer Figuren Vorschub leisten, ist man unsäglich dankbar für ein Buch, das sie im Gegenteil so lebendig werden lässt." Henry Louis Gates Jun."Glänzend - ein Buch, das süchtig macht!" SAN FRANCISCO CHRONICLE"Perfekt!" VOGUE"Ich kenne kein Buch, das Bücherfreunden so viel Freude bereitet!

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Stand: 22.01.2021
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1888-1927
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Wie anregend, witzig und schlagfertig Virginia Woolf im Gespräch gewesen sein muß, vermitteln auch ihre Briefe. Und doch schreibt sie ihrer Schwester Vanessa Bell: "Das Schreiben scheint mir eine seltsame Sache zu sein. Es macht wirklich einen Unterschied. Ich würde nie so mit Dir reden. Zum einen weiß ich nicht, in welcher Stimmung Du bist, und dann - aber die Subtilitäten sind unendlich." Mehr als viertausend Briefe von Virginia Woolf sind bisher bekannt, eine Auswahl daraus liegt nun in zwei Bänden zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vor.Spontan, mit übersprudelnder Phantasie und unverhohlener Freude an Klatsch korrespondiert sie mit ihrer Familie und ihrem großen Freundeskreis aus Künstlern und Literaten. Dabei offenbart sich ihre Fähigkeit und Bereitschaft, intensiv, mit Wärme und Anteilnahme auf ihr Gegenüber einzugehen, aber auch viel von sich mitzuteilen. Nach den ersten Schreibversuchen der Sechsjährigen und frühen Briefen an die Familie dokumentiert die viele Jahre dauernde Korrespondenz mit Violet Dickinson, der mütterlichen Freundin und Vertrauten, Virginia Woolfs Entwicklungsweg zum eigenständigen Leben - und Schreiben. Die Briefe an die intellektuellen Freunde aus der "Bloomsbury Group" erfordern, bei allem Sinn für Komik, einen ernsthafteren Ton. In ganz neuem Licht erscheinen wichtige Lebensfreundschaften und Beziehungen, vor allem die leidenschaftliche Liebe zur Schriftstellerin Vita Sackville-West.Im literarischen Leben ist Virginia Woolf spätestens seit der Publikation ihres Romans Jacobs Zimmer präsent, über die Entstehung von Mrs Dalloway und Zum Leuchtturm äußert sie sich häufiger in ihren Tagebüchern als in den Briefen, doch was sie beschäftigt, schreibt sie 1922 dem Maler Jacques Raverat: "Ich wünschte, ich könnte in diesem Augenblick mit Dir über die Kunst des Schreibens diskutieren. Ich bin beschämt, oder vielleicht auch stolz, zu sagen, wieviel meiner Zeit damit verbracht wird, über die Literatur nachzudenken, nachzudenken, nachzudenken."((Hintere Klappe:))Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 als Tochter des Biographen und Literaten Sir Leslie Stephen in London geboren. Bereits mit 22 Jahren bildete sie gemeinsam mit ihrem Bruder den Mittelpunkt der intellektuellen 'Bloomsbury Group'. Zusammen mit ihrem Mann, dem Kritiker Leonard Woolf, gründete sie 1917 den Verlag 'The Hogarth Press'. Ihre Romane, die zur Weltliteratur gehören, stellen sie als Schriftstellerin neben James Joyce und Marcel Proust. Zugleich war sie eine der lebendigsten Essayistinnen ihrer Zeit und hinterließ ein umfangreiches Tagebuchwerk.Virginia Woolf nahm sich am 28. März 1941 in dem Fluß Ouse bei Lewes (Sussex) das Leben.Der Herausgeber Klaus Reichert war Professor für Anglistik an der Universität Frankfurt am Main. Er arbeitet über die Renaissance, die klassische Moderne und über Übersetzungstheorie und -geschichte. Er hat u. a. Shakespeare, Lewis Carroll, James Joyce, John Cage und das Hohelied Salomos übersetzt. Er ist Herausgeber der deutschen James-Joyce-Ausgabe. 1993 gründete er das interdisziplinäre 'Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit' in Frankfurt. Seit 2002 ist er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung."Der Briefwechsel der Virginia Woolf. Eine Freundschaftsgravur, in deren Zentrum: die Dichterin. Figuren, die sich über die Sätze hinweg anziehen, die sich durch die Zeilen hindurch von ihr fortbewegen und kreiselnd die Seiten überwindend wiederkehren. Die Figuren haben kein Alter.Mit dem Stichel, den ich jetzt auf den Buchumschlag appliziere, gravierte - noch zu Lebzeiten der Dichterin - mein Vater seine optischen Visionen in das Metall für eine Radierung."Sarah Schumann zur Umschlaggestaltung

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Stand: 22.01.2021
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Das Zeitalter des Infantilismus
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Anton Kuh weiß: Seine Generation ist in ewiger Pubertät gefangen. Sie muss nun erwachsen werden.Anton Kuh gehört zu den großen Schriftstellern der deutschsprachigen Literatur, trotzdem geriet er über lange Zeit in Vergessenheit. Dies liegt auch an der inhaltlichen Vielfalt seiner Texte, es liegt kein Hauptwerk vor: Kuh schildert Alltagsbeobachtungen, plaudert über sein Leben, verbreitet Klatsch über die Wiener, Prager und Berliner Kulturszene, beschimpft unliebsame Zeitgenossen, beanstandet Zionismus und Assimilation, verurteilt Nationalismus und Sexismus und schreibt ab Mitte der zwanziger Jahre vehement gegen Faschismus und Antisemitismus an. Kuhs Texte sind aber nur scheinbar unvereinbar, gibt es doch ein wiederkehrendes Denkmuster, mit welchem Kuh die ideologischen Verwirrungen seiner Generation zu fassen versucht: Er diagnostiziert »Infantilismus« als die Krankheit seiner Zeit und propagiert die Herausbildung einer erwachsenen, eigenständigen Identität als Weg zur Heilung. Anhand dieser Argumentationsfigur lässt sich Kuhs ideengeschichtliche Position herausarbeiten, welche sich insbesondere an Ludwig Börne, Friedrich Nietzsche, Otto Gross und Frank Wedekind orientiert. Die Rekonstruktion seiner Analyse einer pubertären Gesellschaft macht verständlich, wie vermeintlich widersprüchliche Gedanken in Anton Kuhs Texten zusammenhängen: Pubertär sind für ihn sowohl jüdischer Selbsthass als auch Zionismus, sowohl Karl Kraus als auch Adolf Hitler.

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Stand: 22.01.2021
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Verwobene Lebenswege
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Wer inspiriert wen? Wer beeinflusst wen? Rachel Cohens fulminanter Gang durch ein Jahrhundert amerikanischer Kulturgeschichte:Gertrude Stein/William James - Edward Steichen/Alfred Stieglitz - Joseph Cornell/Marcel Duchamp: 36 solcher Paare fasst Rachel Cohen in ihrer äußerst unterhaltsamen, immer wieder überraschenden Chronik amerikanischer Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte ins Auge. Stets interessiert sie die Frage: Was hat der eine dem anderen gegeben? Was lernte Richard Avedon von John Cage? Was Letzterer von Duchamp?So folgt die Autorin in mehr als hundert Jahren amerikanischer Geschichte einer langen, oft wundersamen Kette von Beziehungen. Ob es um intensive Freundschaften wie zwischen Elizabeth Bishop und Marianne Moore geht oder um zufällige Begegnungen in einer Redaktion oder an der Bar: Überall werden Verhältnisse sichtbar, die von einem regen geistigen Austausch bestimmt waren. Viele der behandelten Personen, auch hierzulande berühmt, enthüllen unerwartete Seiten. Der Komiker Charlie Chaplin etwa fand es gar nicht lustig, als ihn beim Dreh eine Katze mit ihren Krallen streifte und beförderte das Tier ins Jenseits, Edward Steichen fuhr mit seinem Ford Roadster vorzugsweise in seinem New Yorker Studio vor.Entstanden ist so eine ganz andere Geschichte, als sie sonst über Amerika erzählt wird. Eine Geschichte, die Bekanntschaften und Freundschaften ins Auge fasst, eine Geschichte, die sehr menschliche Züge zeigt. Der Fokus liegt hier auf gegenseitigen Impulsen und Transfer, statt auf der Leistung des heroischen Einzelkämpfers in Kultur- oder Kunstdingen.Rachel Cohen schreibt lebendig und kurzweilig, mischt Fiktives auf ingeniöse Weise mit historischen Tatsachen. Ihr Buch, das zahlreiche Porträtaufnahmen enthält, ist in der angelsächsischen Presse in herausragendem Maße gelobt worden. Höchste Zeit, dieses Buch auf Deutsch verfügbar zu machen.Ausgezeichnet mit dem PEN / Jerard Fund AwardZur Autorin:Rachel Cohen schreibt regelmäßig für The New Yorker, The New York Times, London Review of Books, The Guardian, Apollo, The Nation, Art in America und andere Magazine. Verwobene Lebenswege ist ihr erstes Buch, es wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Sie lebt in Chicago und unterrichtet Creative Writing an der dortigen Universität."Ungewöhnlich und wunderschön! Cohens Porträts sind subtil, intim und überzeugend. Verwobene Lebenswege ist nicht nur ein bedeutendes Buch über hundert Jahre amerikanischer Kulturgeschichte, sondern bietet auch fesselnde Unterhaltung!" John Banville, THE GUARDIAN"Ein vortrefflich durchkomponiertes Kunstwerk. Nahezu genial!" THE NEW YORK OBSERVER"Das originellste kulturgeschichtliche Werk der letzten Jahre!" Diane McWhorther"Originell, mustergültig!" THE NEW YORKER"Ein Meisterwerk. Ungemein vielfältig und ausgewogen!" THE ECONOMIST"Ein fabelhaftes Buch, dessen Anekdoten, Literaturverstand und Klatsch den Leser elektrisieren. Cohens Stil ist von einer seltenen Anmut. Zu diesem äußerst bemerkenswerten und ansprechenden Buch kehrt man immer wieder zurück." Robert Pinsky"Clever konzipiert und sehr sorgfältig geschrieben, frisch, unerwartet, vielversprechend!" THE NEW REPUBLIC"Absolut mitreißend. Ein überaus sachkundiger und unterhaltsamer Ausflug in die amerikanische Kulturgeschichte. Cohen schreibt wunderschön: klar, bestimmt, kompetent und kenntnisreich." HARVARD MAGAZINE"Verwobene Lebenswege ist eine Glanzleistung der Literaturgeschichtsschreibung. Sie fußt auf beachtlicher Belesenheit, ohne dass diese in den Vordergrund tritt. Heutzutage, da so viele Forschungsarbeiten der Mumifizierung ihrer Figuren Vorschub leisten, ist man unsäglich dankbar für ein Buch, das sie im Gegenteil so lebendig werden lässt." Henry Louis Gates Jun."Glänzend - ein Buch, das süchtig macht!" SAN FRANCISCO CHRONICLE"Perfekt!" VOGUE"Ich kenne kein Buch, das Bücherfreunden so viel Freude bereitet!

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Stand: 22.01.2021
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Die Verwendung des Klatschmotivs in Agatha Chri...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Sonstiges, Note: 1,7, Universität Siegen (FB 3: Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaften), Veranstaltung: Literatur- und Medientheorie des Gerüchts, 33 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Hast du es schon gehört ...?" - Geheimnisse üben naturgemäß einen hohen Reiz auf uns aus, Dinge, die nicht für unsere Ohren bestimmt sind, wecken das Interesse umso mehr. Wie im Alltag des wahren Lebens, so ist Klatsch und Tratsch, ist das Reden über intime Affären anderer, auch in der Literatur ein beliebtes Thema, eignet es sich doch derart vortrefflich, um dem Leser das Gefühl zu geben, einen Einblick in die privatesten Angelegenheiten von Fremden erhalten zu können. [...] Agatha Christies Figur der alten, schrulligen Detektivin Miss Marple, stellt aufgrund ihrer spezifischen Ermittlungstechniken und Charaktereigenschaften für die 'Klatsch-Forschung' einen besonders interessanten Ansatzpunkt dar, sie bildet sozusagen eine Synthese zwischen unterhaltsamer Detektiv- und Klatschliteratur, gilt sie doch als Inbegriff einer verschrobenen Klatschbase. Hier tut sich eine hoch spannende Lektüre-Landschaft auf, die sich bestens zur literarischen Erforschung des bislang recht kontrovers und lückenhaft dargestellten Themas der Gerüchte- und Klatschfor-schung zu eignen scheint. Diese These wird im Folgenden zu belegen sein. Ziel der Arbeit ist es, anhand verschiedener Romane die Verwendung des Klatsch-Motivs zu beleuchten. Allein schon der Charakter der Protagonistin eröffnet diesbe-züglich sehr komplexes und viel versprechendes Analysematerial. Ist sie lediglich eine neugierige Tratschtante oder vielleicht doch vielmehr eine geniale, mythisch ü-berhöhte Rachegöttin auf den Spuren der berühmten Fama? Des Weiteren wird be-sonders die symptomatische, die Handlung vorantreibende Bedeutung des Klatsch-Moments für die Komposition der Detektivgeschichte untersucht werden. Denn Klatschtheorien warnen nicht selten vor der Gefahr des Klatschens - wird dieses E-lement bei Christie (als narratives Mittel) eingesetzt, und wenn ja, wie? Ebenso wird der Genuss-Aspekt, wird die Lust am Konsum von Intimitäten, welche Agatha Chris-tie in ihren Marple-Romanen auf äußerst geschickte Weise funktional einsetzt, zu analysieren sein. Und auch das Faktum, dass Klatsch profan als eine Tätigkeit be-schrieben wird, die vor allem vom weiblichen Geschlecht frenetisch ausgeübt, ja, ge-radezu zelebriert wird, darf nicht vergessen werden. Die Studie wird sich daher auch dem gender-Aspekt des Klatschens widmen.

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Klatsch, Gerücht und Wirklichkeit bei Nathaniel...
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Klatsch und Gerücht spielen auf verschiedenen Ebenen der Short Stories und Romanzen von Nathaniel Hawthorne eine zentrale Rolle. Auf der Suche nach dem Grund dafür nimmt diese Studie Fragestellungen von Narratologie, Konstruktivismus, Rezeptionsästhetik und Bachtins Dialogizitätstheorie auf, ohne ihre Wurzeln in Psychologie und Soziologie zu verleugnen. Dabei zeigt sich, daß für Hawthorne Literatur aus dem Alltagsdiskurs erwächst und weder Anspruch auf Abbildung einer objektiv faßbaren Realität noch auf universelle Wahrheit erheben kann. Gesprochene wie geschriebene Texte jeder Art erweisen sich aus dieser Perspektive als Realitätskonstrukte, die den Leser auf überraschend moderne Weise in existentieller Unsicherheit zurücklassen.

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Das Zeitalter des Infantilismus
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Anton Kuh weiß: Seine Generation ist in ewiger Pubertät gefangen. Sie muss nun erwachsen werden.Anton Kuh gehört zu den großen Schriftstellern der deutschsprachigen Literatur, trotzdem geriet er über lange Zeit in Vergessenheit. Dies liegt auch an der inhaltlichen Vielfalt seiner Texte, es liegt kein Hauptwerk vor: Kuh schildert Alltagsbeobachtungen, plaudert über sein Leben, verbreitet Klatsch über die Wiener, Prager und Berliner Kulturszene, beschimpft unliebsame Zeitgenossen, beanstandet Zionismus und Assimilation, verurteilt Nationalismus und Sexismus und schreibt ab Mitte der zwanziger Jahre vehement gegen Faschismus und Antisemitismus an. Kuhs Texte sind aber nur scheinbar unvereinbar, gibt es doch ein wiederkehrendes Denkmuster, mit welchem Kuh die ideologischen Verwirrungen seiner Generation zu fassen versucht: Er diagnostiziert »Infantilismus« als die Krankheit seiner Zeit und propagiert die Herausbildung einer erwachsenen, eigenständigen Identität als Weg zur Heilung. Anhand dieser Argumentationsfigur lässt sich Kuhs ideengeschichtliche Position herausarbeiten, welche sich insbesondere an Ludwig Börne, Friedrich Nietzsche, Otto Gross und Frank Wedekind orientiert. Die Rekonstruktion seiner Analyse einer pubertären Gesellschaft macht verständlich, wie vermeintlich widersprüchliche Gedanken in Anton Kuhs Texten zusammenhängen: Pubertär sind für ihn sowohl jüdischer Selbsthass als auch Zionismus, sowohl Karl Kraus als auch Adolf Hitler.

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Stand: 22.01.2021
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Wir sind verdammt lausige Akrobaten
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'Was macht die Arbeit, Fitz?' Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald lernen sich 1925 in der Pariser Dingo Bar kennen. Mit dieser Begegnung beginnt eine kurze, aber intensive Freundschaft. Sie tauschen sich über Leben und Literatur in zahlreichen Briefen aus, die Benjamin Lebert in dieser Auswahl einander gegenüberstellt. Fitzgeralds Briefe macht er mit seiner Übersetzung erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Als sich Hemingway und Fitzgerald in Paris kennenlernen, ist Fitzgerald bereits ein gefeierter Autor und eine Ikone des Jazz Age. Hemingway schlägt sich dagegen noch als Korrespondent durch. Von Anfang an sind beide nicht nur Freunde, sondern auch Rivalen. Sie gehören zum Kreis um Gertrude Stein und unternehmen gemeinsame Reisen in Europa. In ihren Briefen tauschen sie sich über Klatsch ebenso wie über drängende existenzielle Fragen aus, schreiben über Boxen und kritisieren die Texte des jeweils anderen. Immer wieder diskutieren sie, wie der Drahtseilakt des Lebens zu Literatur wird. Ihre Briefe zeugen von gegenseitiger Faszination und geben Einblick in die aussergewöhnliche Freundschaft zweier aussergewöhnlicher Schriftsteller.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 22.01.2021
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